wenig Platz oder Geld - und nun?

Tipps&Tricks: Was kann man tun, wenn man wenig Platz oder Geld zur Verfügung hat - außer seine Tiere abzugeben?

Wenn man seinen Haustieren keinen angemessen großen Käfig bieten kann, sei es aufgrund von zu wenig Geld oder aber aufgrund von zu wenig verfügbarem Platz, sollte man von der Haltung dieser anspruchvollen Nager absehen und über eine andere Tierart nachdenken.

Liegt das Problem bei Geld, so sollte man sich unbedingt vor Augen halten, dass nicht nur die Anschaffung des Käfigs, Zubehörs und Futters teuer ist, sondern ebenfalls mögliche notwenige Tierarzbesuche. Jeder Chinchillahalter muss in der Lage sein, bei Bedarf auch sehr hohe und häufige Tierarztkosten übernehmen zukönnen. Im schlimsten Fall ist man sogar schnell im drei- bis vierstelligen Euro-Bereich!

Manchmal gibt es jedoch Situationen im Leben, wo sich die Lebensumstände ändern und man z.B. in eine kleinere Wohnung umziehen muss. Dann müssen Lösungswege gefunden werden.

Eine Lösungsmöglichkeit ist statt in die Breite in die Höhe zu bauen. Eigentlich benötigen Chins viel Lauffläche (1,5m Breite und mehr), zur Not kann man jedoch auf weniger Fläche ausweichen und stattdessen bis zur Decke hoch bauen.

Wenn man ferner zwar nur ein Zimmer jedoch eine große oder kaum benutzte Küche oder einen großen Flur besitzt, sollte man darüber nachdenken, einen großen Käfig in der Küche oder im Flur zu bauen.

Eine weitere schöne Alternative ist es, sich einen platzsparenden Käfig zu bauen, der auf einer Seite nicht viel Zimmerfläche verbraucht, aber den Chinchillas dennoch genügend Bewegungsfreiheit bietet. Übrigens kostet ein gebrauchter Holzkäfig, den man zur Not auch erweitern kann, oder ein ausgedienter Schrank, den man zum Chinhaus umbauen kann, weniger oder zumindest nicht mehr als eine Voliere/ Gitterkäfig und bietet ansonsten weitere Vorteile für Tier und Halter.

Hier Bilder eines Holzkäfigs, den ein Halter günstig bekommen und nach dem Erwerb erweitert / ausgebaut hat:

zuvor

danach

Auch bei Futter kann gespart werden, auch wenn dies etwas aufwendig ist. Zweige, Blätter, Blüten und Kräuter können gesammelt und getrocknet werden, sodass man nur wenig davon in Shops bestellen muss. Ferner kann und sollte ein Teil davon frisch verfüttert werden - auch im Winter gibts Gratis-Frischfutter von draußen wie z.B. Brombeerranken oder Gartenbambuszweige.
Bei frischem Gemüse und Obst kann man auf saisonale Pflanzen zurückgreifen, die dann immer günstiger sind und in die Biotonne im Supermarkt greifen, um dort Möhrenkraut, Selleriekraut etc. zu erwerben.
Diverse Früchte können zudem aus der Natur gesammel werden wie z.B. viele verschiedene Beeren.
Verfüttert man Pellets als Kraftfutter, so hat man hier kaum Geldsorgen, da diese sehr preiswert sind. Aber auch Saaten kosten recht wenig, wenn man z.B. eine Einkaufsgemeinschaft findet und Einzelsaaten in 1kg-Packungen (www.birdsandmore.de) bestellt, selber mischt und sich die Kosten teilt.


Natürlich muss auch die Einrichtung ab und an ausgetaucht werden. Hier bietet die Natur erneut kostenfreie Lösungen: Baumstämme und Äste diverser Bäume sowie Steine sind da zu finden. Zum Beschäftigen gibt es nichts über Zweige samt Blatt, Knospe und Blüte - und das ebenfalls gratis Aus Weide und Birke kann man selber Spielzeug basteln und man kann Zweige natürlich auch aufhängen.
Auch Kletterbäume sind mit Stämmen und Ästen schnell und gratis selbst gemacht.


Was hohe Tierarztkosten angeht, so bieten viele Praxen auch Ratenzahlungen an, fragen lohnt sich also!