leicht giftige Pflanzen für Chinchillas

Leicht giftige Pflanzen können die Chinchillaernährung bereichern, doch gilt es einiges zu beachten, bevor man diese Gewächse zum Fressen anbietet.

So sollten Chinchillas, die leicht Giftiges oder Problematisches angeboten bekommen:

  • selektiv und abwechslungereich ernährt werden
  • und am besten auch naturnah ernährt werden

Das bedeutet, dass die Tiere schon einige Monate lang ohne jedes Fertigfutter gefüttert werden sollten, aber vor allem schon eine breite Palette an getrockneten und frischen Pflanzen kennen, täglich bekommen und vertragen sollten. Erst DANN kann man zusätzlich zu den als unproblematisch geltenden Pflanzen (Löwenzahn, Hasel, Apfel, Kirsche, Wegerich, Apfel, Chicoree etc.) leicht giftige oder als leicht problematisch geltende Gewächse mit dazuverfüttern. Die Chins werden dann intinktiv nur kleinere Menge dieser Pflanzen essen oder diese bei Bedarf und je nach Wirkung zu sich nehmen. In diesem Rahmen stellen diese Pflanzen auch kein Problem mehr dar! Auch in der Natur bedienen sich Tiere bis zum gewissen Grade giftiger Pflanzen um Krankheiten vorzubeugen oder diese zu heilen. Unseren Heimtieren ist dieses instinktive Verhalten - in Studien nachgewiesen! - keineswegs abhanden gekommen, man muss hier jedoch ein paar Dinge wissen und beachten: mehr zum Thema Selektion und Giftigkeit siehe unter http://www.chinchillaschutzforum.com/t1107-futterselektion-definition-und-grenzen-denn-sie-wissen-doch-was-sie-tun und http://www.chinchillaschutzforum.com/t2588-von-futter-gift-und-heilpflanzen-oder-was-bedeutet-eigentlich-nicht-giftig - beides wirklich sehr interessant und lesenswert!

oberes Bild: naturnah-selektiv ernährte Chins fressen kleine Mengen Flieder

Ein Problem können die nachfolgenden Pflanzen lediglich darstellen, wenn die Chinchillas nur rationiert gefüttert werden und auch keine große Auswahl an verschiedenen Kräutern & Co. kennen, bekommen und vertragen, da sie sich mit diesen Pflanzen dann z.B. vollfressen könnten, da sie sonst keine Auswahl an was anderem Schmackhafterem haben. Auch Langeweile fördert antiinstinktives Verhalten.
Leicht giftige Pflanzen werden unsere Tiere zwar nicht töten, sie können aber eben in zu großer Menge oder/und regelmäßig verfüttert bzw. aufgenommen zu verschiedenen Problemen führen wie vor allem:

  • Verdauungsproblemen
  • Nährstoffmängeln
  • Leberschäden


Zu diesen leicht giftigen oder problematischen Pflanzen zählen u.a.:

  • Ackerschachtelhalm
  • Ampfer & andere oxalsäurehaltige Pflanzen
  • Blähendes wie Luzerne, Klee, Kohl, Lupine, Gräser in Frühjahr
  • Eberesche
  • Eiche
  • Esche
  • Esparsette
  • Fette Henne
  • Gundermann
  • Hahnenfuß
  • Huflattich
  • Flieder
  • Forsythie
  • Jacobskreuzkraut
  • Kastanie
  • Klatschmohn
  • Magnolie
  • Natternkopf
  • Pflanzen mit viel ätherischem Öl (z.B. Basilikum, Fichte etc.)
  • Rainfarn
  • Ranunkel
  • Raps
  • Robinie /Scheinakazie
  • Scharbockskraut
  • Schwarzer Holunder
  • Steinobst
  • Waldmeister
  • Walnuss
  • Wein
  • ...



In unserer Kräuter- und Zweige-Liste findet ihr noch mehr Pflanzen, die nur bei selektiver und/oder naturnaher Fütterung gegeben werden sollten:


Giftpflanzen-Liste: http://www.chinchillaschutzforum.com/t1816-giftpflanzen-liste

Und Liste mit Pflanzen, die besonders gut für den Einsteiger geeignet sind: