Bindehautentzündung

Erfahrungsbericht

Emma wurde bei einer gescheiterten Vergesellschaftung ziemlich übel zerbissen. Während wir noch dabei waren, die Wunden zu verarzten, war eines morgens ihr rechtes Auge plötzlich komplett zu und sie konnte es von alleine nicht mehr öffnen. So befeuchtete ich es mit lauwarmem Wasser und öffnete es mit meinen Fingern vorsichtig. Kaum begann das Auge aufzugehen, trat auch schon ziemlich viel Eiter heraus. Ich hatte zuhause in meiner Notfallapotheke noch pflanzliche Augentropfen (Tipps: isotonische Kochsalzlösung; cd vet Augentropfen; Augentrost-Tropfen) für alle Notfälle, die ich an dem kranken Auge 3x täglich anwandte. Doch das Auge ging trotz der Tropfen immer wieder komplett zu. Beim näheren Untersuchen fiel mit am nächsten Tag auch noch auf, dass die Bindehaut des Auges geschwollen war. Meine Vermutung war, auch weil ich diese selber schon hatte: eine akute Bindehautentzündung.

Da ich die tage zuvor täglich mit Emma zum Tierarzt musste, dass die Wunden gespült und versorgt werden, wollte ich der Maus, die sehr angeschlagen war und stark abgenommen hat, nicht einen erneuten Tierarztbesuchsstress antun und machte mich ohne die Maus auf den Weg zum Arzt.

Eigentlich war mein Gedanke, mir bzw. Emmamaus die Floxal-Tropfen zu besorgen, die ich schonmal erfolgreich bei Entzündungen angewandt hatte, doch nach einem Gespräch mit dem Tierarzt, verschrieb er Emma stattdessen Refobacin-Tropfen, die ich 2x täglich je 1-2 Tropfen pro Auge eingeben sollte. Das andere Auge sollte mitbehandelt werden, da eine Bindehautentzündung ziemlich ansteckend ist.

Grund für diese Tropfen-Wahl: zwar spräche alles an Symptomen für eine Bindehautentzündung, jedoch kann man ohne Untersuchung keine Hornhautentzündung ausschließen. Bei einer Hornhautentzündung darf man jedoch gewisse Wirkstoffe, die bei Bindehautentzündungen gereicht werden, nicht geben. Refobacin-Augentropfen jedoch sind erlaubt.

Ich vereinbarte mit dem Tierarzt an diesem Freitag, dass ich mit Emma am Montag kommen würde, falls die Tropfen über das Wochenende nicht anschlagen sollten. Doch das taten sie, zwar war das Auge am Montag noch nicht komplett gesund, aber sie konnte es offen lassen und die Schwellung der Bindehaut war weg; sie zwinkerte bloß noch oft damit und es war oft ca. zur Hälfte verschlossen. Aber kein Eiter mehr und zugegangen ist es auch nicht mehr. Nach ca. 1-1,5 Wochen war die Entzündung dann ganz weg und allgemählich begann auch das Fell ums Auge herum endlich nachzuwachsen.

Das Tropfen-Eingeben war bei Emma übrigens kein Problem, die Maus ist zahm und lieb. Ich setzte sie auf meinen Schoß mit dem Rücken an meinen Bauch und hielt sie mit der linken Hand etwas fest und währenddessen öffnete ich mit dem Daumen und Zeigefinger ihr Auge, mit der rechten Hand gab ich die Tropfen dann ein. 


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