Behinderungen (Blindheit, fehlende Gliedmaßen, Psychisches)

Blindheit & fehlende(s) Auge(n)

Grundsätzlich kommen Chinchillas mit fehlendem Sehenkönnen relativ gut zurecht. Denn primär orientieren sie sich sowieso durch das Einprägen ihrer Umgebung durch deren Ablaufen, Gerüche und die Barthaare. Da sie nachtaktive Tiere sind, sehen sie weder besonders gut noch spielt in der Dunkelheit ihr Sehsinn eine große Rolle. Dennoch gilt es den Käfig und seine Einrichtung weitgehend nicht zu verändern, so dass bereits abgelaufene und eingeprägte Strecken erhalten bleiben und die Chins nicht ins Leere springen und stürzen. Um ganz sicher zu gehen, wählt man eine sichere Bretteranordnung (übereinanderlappend; Zwischenebene mit Durchschlüpflöch; Etagen mit Ästen, Röhren oder Kork verbinden etc.).

Auch im Umgang mit Artgenossen ist kein schwerwiegender Nachteil zu erwarten, da hier die Kommnikation nur bedingt gestört ist, die mithilfe von Düften, Lauten und Körpersprache stattfindet. Hier ist also aufgrund des fehlenden Sehens `nur´das Erkennen der Körpersprache gegeben. Das kann gerade bei einer Neuvergesellschaftung problematisch sein, weshalb man sich bereits kennende Chins unbedingt beieiander lassen sollte und nur im Notfall einen neuen Artgenossen dazuvergesellschaften sollte (hier bestenfalls ach einen gehandycapten). Einige blinde Chins orientieren sich auch gern an ihren Freuden, gerade hier sind daher ständig wechselnde Gruppenmitglieder abzulehnen. Das Tier benötigt Sicherheit und Kontinuität.

<dl style="font: 12px/18px Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; margin: auto; width: 783px; color: rgb(0, 0, 0); text-transform: none; text-indent: 0px; letter-spacing: normal; word-spacing: 0px; white-space: normal; background-color: rgb(239, 239, 239); -webkit-text-stroke-width: 0px;" class="codebox"><dd style="margin: 0px; border: 1px solid rgb(209, 215, 220); color: rgb(68, 68, 68); line-height: 13.75px; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 11px; background-color: rgb(250, 250, 250);" class="quote">fehlende oder gebrochener Schwanz</dd></dl>
Ein ehemals gebrochener aber verheilter Schwanz bereitet den betroffenen Tieren kaum Probleme, sie können mit dessen Hilfe immernoch springen, ihr Gleichgewicht halten und steuern. Schwanzbrüche passieren am häufigsten durch falsche, tierartwidrige Handhabung der Tiere wie Am-Schwanz-Ziehen oder Am-Schwanz-Hochhalten. Selener muss der Schwarz tierärztlich amupiert werden wegen einer Entzüdnung beispielsweise.

Etwas schwieriger haben es Chins, denen der Schwanz komplett fehlt und nur ein kleiner Stümmel übrig bleibt oder rein gar nicht mehr, jedoch gewöhnen sich auch diese Tiere an ihre Behinderung und gleichen mithilfe anderer Körperhaltung den Verlust aus.

fehlendes oder gebrochenes Bein / Pfote

Komplett fehlende Vorderpfötchen oder Beine resultieren aus tierärztlich notwendigen Amputationen, sind genetische Fehler oder Geburtsfehler/-unfälle. Brüche passieren bei Stürzen im Käfig oder Auslauf. Auffällig ist hier, dass Chins, die naturnah oder überweigend natürlich ernährt werden, seltener zu Knochenbrüchen neigen.

Bezüglich Käfiggestaltung gelten bei gließmaßenlosen Chinchillas die selben Besonderheiten wie bei blinden Tieren.

Wie soll man vorgehen, wenn sich das Tier das Bein/Vorderpfötchen bricht? Aus Gesprächen mit betroffenen Chinhaltern kann ich berichten, dass eine Operation oder das Schienen nicht notwendig sind und den Heilungsprozess gar verzögern können. Die Tiere schonen von alleine die betroffene Gliedmaße und die wächst von sich aus zusammen. Notwendig können aber abschwellende Mittel sein. Zudem muss der Käfig absolut behindertengerecht gestaltet werden, sodass die Chins überall hingelagen ohne springen zu müssen.

fehlende Fingerchen oder Zehen

Das Fehlen dieser Gliedmaßen stellt für Chinchillas keinerlei nennenswerte Einschränkngen dar. Meist durch das Hängenbleiben, z.B. am Gitter, entstanden, oft aber auch abgebissen v.a. durch fremde Artgenossen (z.B. im Auslauf durchs Gitter), durch Geschwister oder das Muttertier bei der Geburt.

fehlende(s) Ohr(en)

Chinchillas haben ein äußerst sensibles Gehör. Fehlen dem Chinchilla nun ein oder gar beide Ohren, so nehmen die Nager ihre Umgebungslaute möglicherweise noch intensiver wahr, was sie zu Beginn etwas stören kann, woran sie sich jedoch schnell gewöhnen. Neben Lautschutz schützen ihre intakten Ohren den Gehörgang vor Dreck, welcher jedoch bei Bedarf auch durch Artgenossen und die Hinterfüße gesäubert wird.

psychische Einschränkungen

Alles zum Thema und deren Ursachen, findet man auf dieser Seite unter "Verhaltensstörungen v.a. Fellbeißen"