Gebärmutterentzündung beim Chinchilla
Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie
Symptome
- Krankheitserreger oder Blut im Urin (beides zu erkennen nur beim Urintest)
- sichtbarer Ausfluss
- Unterbauch-Schmerzanzeichen (z.B. Drücken des Hinterteils auf den Boden, verkrümmter Rücken)
- Beschwerden beim Wasserlassen z.B. Brennen, Juckreiz, Schmerzen, während des Urinierens äussert das Tier Schmerzlaute, sitzt mit gekrümmten Rücken da
- häufiger Harndrang
- Reizung, Schwellung u.Ä. der Scheide(nhaut)
- nasses, verklebtes Fell um die Intimregion herum
- im fortgeschrittenem Stadium auch Futterverweigerung, Fieber, Inappetenz, Anorexie, Apathie oder andere Verhaltensauffälligkeiten
Anm.: die Symptome ähneln stark einer Blasenentzündung
Ursachen
- tumoröse Veränderungen der Gebärmutter
- bakterielle oder sonstige Infektionen, auch anderer Organe z.B. Blase
- Verunreinigung der Gebärmutter durch z.B. Sand
- Aufsteigen von Erregern aus der Scheide insbesondere während der Hitze oder nach der Geburt, wenn die Scheide geöffnet ist
- hormonelle Störungen
- Erkältung z.B. durch Durchzug oder kalte Böden
Diagnose
- Urinuntersuchung
- Abtasten
- Ultraschall
- (Röntgen)
Therapie
- pflanzliche, antibakterielle und entzündungshemmende Antibiotika, Tees (insbesondere Blasen- und Nierentees), Kräuter (welche Pflanzen besonders gut geeignet sind, siehe auch unter Heilpflanzen-Liste)
- sehr viel Flüssigkeitsaufnahme (Wasser, Tees, verdünnter Preiselbeersaft, Frischfutter)
- warm halten (z.B. durch eine Rotlichtlampe, Wärme-/Kirschkernkissen)
- bei Bedarf bei starken Infekten ein schulmedizinisches Antibiotikum (z.B. Baytril oder Convenia)
- bei chronischer Entzündung ist eine Gebärmutter- und Eierstocksentfernung notwendig
